St. Adalbert-Kirche Wahlstedt
Die St. Adalbert-Kirche in Wahlstedt ist ein Ort mit einer faszinierenden Geschichte, die bis in die Zeit des Ersten Weltkriegs zurückreicht. Damals kamen Arbeiter aus Polen, Litauen und Lettland nach Wahlstedt und lebten in Barackenlagern, wo sie im Marinearsenal arbeiteten. In einem dieser Lager, dem "Lettenlager", richteten sie einen bescheidenen Raum für den Gottesdienst ein. Nach dem Krieg wurde dieser Raum von Neu-Katholiken genutzt, die als Heimatvertriebene nach Wahlstedt gekommen waren. Die ursprüngliche hölzerne Kapelle wurde bis zur Fertigstellung der heutigen Backsteinkirche im Jahr 1958 genutzt. Diese Kirche ist ein einschiffiger Saalbau, der 1978 mit einer Orgel aus der Werkstatt von Kemper in Lübeck ausgestattet wurde. Ein besonderes Highlight ist das große Altarfenster, das St. Adalbert zeigt. Die Darstellung enthält zahlreiche Symbole, die auf das Leben und den Tod des Heiligen hinweisen, wie die sieben Speere, mit denen er hingerichtet wurde, oder die Goldtaler, mit denen sein Leichnam freigekauft wurde. Die St. Adalbert-Kirche in Wahlstedt ist ein beeindruckendes Zeugnis der Geschichte und Kultur der Region und ein Muss für jeden, der sich für die Geschichte des Christentums in Deutschland interessiert.